Es ist endlich wieder so weit: Der Harnisch hat weiter Gestalt angenommen! Das Beinzeug steht zwar noch aus, aber der Rest ist fantastisch geworden und ist bereits bei mir zu Hause eingezogen. 🙂
An Brust und Rücken wurde nicht viel geändert. Generell sitzt nach der Anpassung der Riemen alles etwas besser. Ich bin nach wie vor begeistert von der seitlichen Verriegelung, die dem Ganzen tatsächlich das Gefühl eines Exoskeletts verleiht – ein echter Krebs eben! Auch die Geschübe der Bauch- und Gesäßreifen sind wirklich hübsch geworden. Es fühlt sich alles sehr beweglich und sonderbar organisch an.


Mit einem Vorstecker auf der Brust wird der Bart starr damit verbunden. Grundsätzlich ist dieser wirklich bemerkenswert. Er ist innen etwas gepolstert, damit man weniger hart mit dem Kinn aufkommt, wenn es einmal scheppert. Außerdem kann er über einen gefederten Bolzen ganz leicht abgesenkt werden, um besser Luft zu bekommen und sich verständlich zu machen. Ein paar Kleinigkeiten müssen aber noch nachgearbeitet werden. So ist mir beispielsweise aufgefallen, dass sich bei gewissen Bewegungen Teile des Armzeugs zwischen Bart und Brust verklemmen. Dann ist es kaum möglich, den Arm zu bewegen. Selbst wenn das nicht passiert, drückt der obere Rand der Schulter beim Heben der Arme manchmal von oben in die Seiten des Barts, was die Mobilität einschränkt. Wenn der Bart seitlich etwas verjüngt wird, sollten beide Probleme behoben sein. Trotzdem sieht das Bart-Schaller-Ensemble schon jetzt vorzüglich aus. Besonderer Dank gilt hier natürlich erneut meinem guten Freund Peter von History & Sabre für die schönen Porträts. Seine Rüstung ist mittlerweile fertig und auf Instagram zu bestaunen!

Das Armzeug ist nun vollständig vernietet und trägt sich äußerst angenehm. Besonders ansprechend finde ich die optionalen Schwebescheiben, die die Achseln schützen. Die Unterarmröhre wird über Scharniere geschlossen. Die Federwirkung des Stahls und ein kleiner Bolzen verriegeln das dann.


Die Handschuhe sind komplett neu. Geschobene Platten schützen die Mittelhand und die Knöchel. Dank des Geschübes ist die Mobilität an der Handwurzel und dem Handgelenk kaum eingeschränkt. Die Finger sind individuell gepanzert. Die auf das Leder genieteten Metallteile wurden anschließend mit den Hirschlederhandschuhen vernäht. So viel Fingerfertigkeit trotz so viel Metall – unglaublich!

Abschließend möchte ich noch einige Details erwähnen, die sonst vielleicht etwas zu kurz kommen würden. Ich bin ein Fan von Details, die trotz ihrer geringen Größe das gesamte Erscheinungsbild deutlich prägen. Dazu gehören für mich die gefeilten Scharniere am Helm, die floralen Verzierungen in den Schwebescheiben sowie die Grate und Bögen, die einen Hauch von Gotik aufkommen lassen!



Nachdem alles einen guten Platz im Wohnzimmer gefunden hat, kann die Experimentierphase beginnen. Wie wird der Harnisch mit den Ringpanzerteilen harmonieren? Muss noch etwas korrigiert werden? Wie sieht es mit dem Waffeneinsatz und der ritterlichen Kampfkunst aus? Wie transportiert man so einen Harnisch am unkompliziertesten? All das werde ich mir in den nächsten Wochen im Detail anschauen und dann wieder etwas dazu schreiben. Auf bald!
