Fiore dei Liberi auf Deutsch

Für alle, die diesen Blog so verfolgen und die mich persönlich kennen sollte mittlerweile klar sein, dass gerade die Fechtbücher Fiore dei Liberis auf mich eine große Faszination ausüben. Das liegt an einer Reihe von Faktoren. Ursprünglich war es die Begeisterung für das Neue, das Unbekannte. Zusammen mit meinem guten Freund Markus Mayerwieser habe ich … Fiore dei Liberi auf Deutsch weiterlesen

Von Seitenwaffen und anderen Wehren

Wie oft liest und hört man es in entsprechenden Kreisen: "Schwerter sind Seitenwaffen, Schlachten wurden mit Speeren geschlagen, die Primärwaffe war der Spieß" etc? Diese und ähnliche Aussagen können wertneutral, apologetisch oder ironisch formuliert sein, doch die ihnen innewohnende Wahrheit wird im modernen HEMA selten irgendwie weiter aufgegriffen, als darüber zu reden. In meiner Bestrebung, … Von Seitenwaffen und anderen Wehren weiterlesen

Asymmetrische Kampfführung

Zugegeben, der Titel vermittelt möglicherweise eine andere Vorstellung, als ich hier beabsichtige, doch zu einem guten Zweck. Denn das Erzeugen einer Asymmetrie ist in Kampfsituationen meist eine gute Idee. Sich unter absolut gleichen Bedingungen mit jemandem zu messen führt mit größter Sicherheit zu einem zufälligen Ergebnis. Indem man die eigenen Stärken maximiert, die Fähigkeiten des … Asymmetrische Kampfführung weiterlesen

Zu Fuß und zu Ross – erste Versuche

Die berittene Kampfführung ist eine der Kerndisziplinen des gerüsteten Reiters im Spätmittelalter. Dazu gehören das eigentliche Gefecht im Verband mit anderen Reitern, das Erkunden der Gegend, Überfälle und Verfolgungen sowie andere Dinge, die Mobilität und Überblick erfordern. Auch der Zweikampf zu Ross war ein zentrales Element des ritterlichen Selbstverständnisses. Die Fechtbücher jener Zeit vermitteln einen … Zu Fuß und zu Ross – erste Versuche weiterlesen

Schwerter für die Gewappnete Hand

Die Fechtweise, die diesem Blog den Namen gibt, also das Fechten mit der zweiten Hand in der Klinge (auch Kurzes Schwert oder Halbschwert) ist besonders für das Gefecht gegen einen gerüsteten Gegner dokumentiert. Historische Schwerter für diesen Einsatz sind naturgemäß sehr spitz und steif ausgeführt, um die Blößen des Harnischs mit dem Ort angreifen zu … Schwerter für die Gewappnete Hand weiterlesen

Tartsche: ein spätmittelalterlicher Schild

Auch wenn Schilde für Gerüstete im Spätmittelalter zunehmend seltener werden, findet sich doch ein Schild in der Vorlage im Bellifortis. Dieser ist hinter dem Gerüsteten zu erkennen und erlaubt einiges an Interpretation. Meine Variante besteht aus einem Schildkorpus aus dampfgeformtem Holz. Der grundsätzliche Aufbau entspricht einer abgeleiteten Variante aus der Veröffentlichung "Schilde des Spätmittelalters und … Tartsche: ein spätmittelalterlicher Schild weiterlesen

Historische Vorbilder und Inspiration

Die Rüstung ist momentan in Arbeit, daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Worte zu Gestaltung und Erscheinungsbild zu verlieren. Wenn es dann Vorzeigbares gibt, wird sich zeigen, ob der Plan beibehalten wird. Vorlage 1: Talhoffer und Bellifortis Die primäre Vorlage findet sich in Hans Talhoffers Fechtbuch von 1459 (MS Thott.290.2º) im Bellifortis-Teil. Neben … Historische Vorbilder und Inspiration weiterlesen