Ringpanzerärmel

Das großartige Team Ironskin in Nürnberg hat die Ringpanzerärmel für meine entstehende Rüstung gebaut. Als Alternative zu einem vollen Ringpanzerhemd sind ab dem 15. Jahrhundert auch separate Ärmel belegt, welche auf unterschiedliche Weise getragen wurden. Diese schützen weiterhin die empfindliche Blöße der Achsel, wiegen aber eben signifikant weniger. Da redundante Panzerung aus Platte und Ringpanzer am Oberkörper kaum relevant ist (schon gar nicht für mich als moderner Mensch), habe ich mich für diese Variante entschieden.

Meine Lösung ist die Montage der Ärmel mittels Nesteln an Brust und Rücken des Rüstwamses. So können sie perfekt positioniert und gegebenenfalls entfernt werden. Ich habe zu diesem Zweck 16 Nestellöcher am Wams genäht und Nestelschnüre der passenden Farbe (rot für Rüstungsteile) genutzt, um die beiden Ärmel zu fixieren. Es handelt sich dabei um Leinennesteln von Spes Medieval Market.

Die Nesteln für das Armzeug haben besonders feine Spitzen, da sie durch die Panzerärmel gezogen werden müssen. Sie müssen denkbar robust sein, denn sie werden sowohl die Ringpanzerärmel, als auch das Armzeug tragen. Daher habe ich mich an dieser Stelle für Seidennesteln von Melanie Burgemeister (Faser und Stoff) entschieden. Wie alle Rüstungsnesteln sind auch sie rot.

Fertig zusammengebaut sieht das Ganze dann so aus, wie unten zu sehen. Die Panzerärmel sind stabil fixiert, können aber relativ leicht entfernt werden, sollte das einmal interessant sein. Der Tragekomfort ist hoch, nichts rutscht oder klimpert ungebührlich hin und her. Genaueres zum Tragen der Ausrüstung folgt in einem separaten Beitrag 🙂

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